(von Hans-Dieter Schwalm, Bad Dürkheim im Oktober 2008)

Was ist Stille?

ein erster Definitionsversuch:


Für mich ist Stille erst einmal die Abwesenheit von Lärm, aber auch „innere Ruhe“ ist eine Art Stille für mich.

Welche Arten von Ruhe und Stille kenne ich?

Schlafen


Stillstand, d.h. Nicht-Bewegung / Nicht-Lärm (z. B. von Maschinen)


Langsamkeit (nicht hetzen oder rennen)


Ruhe und Bedächtigkeit von Handlungsweisen


Zuhören


Lesen


Beten


Schweigen


Kontemplation (Konzentration auf Eines)


Meditation (Ankommen im Nichts)



Wo finde ich für mich persönlich Ruhe und Stille?


In einer offenen Kirche


Im Lesesaal einer Bibliothek


In der freien Natur, insbesondere im Wald



Wie erreiche ich Ruhe und Stille?

Über den Weg von ganz weit draußen
über das Hier und Jetzt nach ganz weit innen in mir.

Der persönliche Weg:

Stille als Ergebnis eines bewusst gewollten Rituals

Anspannung lösen - los lassen der Anziehungs- und Fliehkräfte des Alltags und der Umgebung.

Verlangsamen (Zeit nehmen für etwas / Jemanden)

Hinwenden

(z.B. Anschauen eines Bildes oder auch Zuhören ist mit geeigneter Musik möglich).

Sich auf etwas konzentrieren

Hingeben (wortlos Beten oder Rezitieren von Texten)

Bewusstes Schweigen

Fühlen, Empfinden des inneren Seins

Stille intensiv erleben und den persönlichen Ertrag mitnehmen in den Alltag.

Als Gruppe:


Stille als Ziel gemeinschaftlichen Handelns und Kommunizierens

Diskutieren mit Fragen und Antworten im genauen Minutentakt

Ein Jeder soll selbst versuchen seine Anspannungen, seine Verstrickungen ins Leben zu lockern und abzulösen.

Nur Einer spricht (erst laut, dann zunehmend leise)

Hinwenden aller zum Einen (Zuhören)

Hingeben aller an ein gemeinsames Ritual (z.B. Rezitieren von Gedichten, Texten oder Beten; zuerst laut und dann eher leise oder auch wortlos)

Gemeinsames Schweigen

Fühlen der Gemeinschaft und Harmonie

Stille als Geschenk bewusst mitnehmen in den Alltag.

Fazit: zu dieser Erkenntnis kann man kommen


Stille ist nicht lautlos, nicht dumpf und taub.

Sie entsteht in uns selbst als Befreiung von vielen Störungen.


Stille bringt uns in einen Zustand von Harmonie.


Klänge und Gefühle können das sogar noch verstärken.


Stille schließt auch das Außen mit ein, sie ist kein exclusiver Freiraum.


Die Gemeinschaftsempfindung gehört als besonderer Zusatzgewinn bei gemeinsamer Stille dazu.


In persönlicher Stille wächst eine innere Lebenskraft.


In Gemeinschaft entsteht zusätzlich eine große Geborgenheit.