ein erster Definitionsversuch:
Für mich ist Stille erst einmal die Abwesenheit von Lärm, aber auch „innere Ruhe“ ist eine Art Stille für mich.
Welche Arten von Ruhe und Stille kenne ich?
Schlafen
Stillstand, d.h. Nicht-Bewegung / Nicht-Lärm (z. B. von Maschinen)
Langsamkeit (nicht hetzen oder rennen)
Ruhe und Bedächtigkeit von Handlungsweisen
Zuhören
Lesen
Beten
Schweigen
Kontemplation (Konzentration auf Eines)
Meditation (Ankommen im Nichts)
Wo finde ich für mich persönlich Ruhe und Stille?
In einer offenen Kirche
Im Lesesaal einer Bibliothek
In der freien Natur, insbesondere im Wald
Wie erreiche ich Ruhe und Stille?
Über den Weg von ganz weit draußen
über das Hier und Jetzt nach ganz weit innen in mir.
Der persönliche Weg:
Stille als Ergebnis eines bewusst gewollten Rituals
Anspannung lösen - los lassen der Anziehungs- und Fliehkräfte des Alltags und der Umgebung.
Verlangsamen (Zeit nehmen für etwas / Jemanden)
Hinwenden
(z.B. Anschauen eines Bildes oder auch Zuhören ist mit geeigneter Musik möglich).
Sich auf etwas konzentrieren
Hingeben (wortlos Beten oder Rezitieren von Texten)
Bewusstes Schweigen
Fühlen, Empfinden des inneren Seins
Stille intensiv erleben und den persönlichen Ertrag mitnehmen in den Alltag.
Als Gruppe:
Stille als Ziel gemeinschaftlichen Handelns und Kommunizierens
Diskutieren mit Fragen und Antworten im genauen Minutentakt
Ein Jeder soll selbst versuchen seine Anspannungen, seine Verstrickungen ins Leben zu lockern und abzulösen.
Nur Einer spricht (erst laut, dann zunehmend leise)
Hinwenden aller zum Einen (Zuhören)
Hingeben aller an ein gemeinsames Ritual (z.B. Rezitieren von Gedichten, Texten oder Beten; zuerst laut und dann eher leise oder auch wortlos)
Gemeinsames Schweigen
Fühlen der Gemeinschaft und Harmonie
Stille als Geschenk bewusst mitnehmen in den Alltag.
Fazit: zu dieser Erkenntnis kann man kommen
Stille ist nicht lautlos, nicht dumpf und taub.
Sie entsteht in uns selbst als Befreiung von vielen Störungen.
Stille bringt uns in einen Zustand von Harmonie.
Klänge und Gefühle können das sogar noch verstärken.
Stille schließt auch das Außen mit ein, sie ist kein exclusiver Freiraum.
Die Gemeinschaftsempfindung gehört als besonderer Zusatzgewinn bei gemeinsamer Stille dazu.
In persönlicher Stille wächst eine innere Lebenskraft.
In Gemeinschaft entsteht zusätzlich eine große Geborgenheit.


